Bibliothekslandschaft ausbauen: SPD-Fraktion fragt zum Zustand der halleschen Bibliotheken nach

Im letzten Kulturausschuss (06.09.2023) stellte die SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale) eine umfangreiche Anfrage zum Zustand der halleschen Bibliothekslandschaft. Gegenstand der Anfrage war unter anderem eine Bedarfsermittlung für Bibliotheken im Stadtgebiet, die Personalsituation in den Einrichtungen und Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in den Bibliotheken.
Die nun vorliegende Antwort der Verwaltung kommentierte Eric Eigendorf, Vorsitzender der SPD-Fraktion, wie folgt:

„Die Stadtbibliotheken ermöglichen lebenslanges Lernen mit einem niedrigschwelligen Zugang. Deshalb setzen wir uns seit Jahren für die Stärkung der halleschen Bibliotheken ein – beispielsweise durch neue Personalstellen oder durch zusätzliche finanzielle Mittel für das Anschaffen neuer Medien. Eine nachhaltige Arbeit ist nur mit dauerhaft finanzierten Fachkräften möglich. Die SPD-Fraktion hat in dieser Wahlperiode bereits eine Initiative für eine neue Bibliothek angestoßen, weil östlich des Hauptbahnhofs eine Bibliothek seit Jahren fehlt. Auch die Stadtverwaltung erklärt nun in ihrer Antwort, dass eine Stärkung des Bibliotheksnetzes ein erstrebenswertes Ziel ist. Mit Verweis auf die aktuelle Haushaltssituation sieht die Verwaltung allerdings keine Chance für eine Verbesserung. Aus unserer Sicht sollte nichts unversucht bleiben, nach geeigneten Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau zu halten und für die Zukunft kreative Lösungen zu finden. Damit das möglich wird, sollte eine neue Bibliothek als Bestandteil eines Begegnungszentrums gedacht werden – so wie bei der Bibliothek in Halle-Neustadt. Denn eine Bibliothek ist heutzutage eine Begegnungsstätte, die über das reine Ausleihen von Büchern hinausgeht.“

„Der Stellenwert unserer städtischen Bibliotheken lässt sich nicht mit Zahlen messen. Besucher: innen kommen nicht nur, um ein Buch zu lesen, sondern sie nutzen die Bibliotheken zunehmend als Ort der Begegnung – zum Erledigen der Hausaufgaben nach der Schule oder um Freunde zu treffen oder in den Büchern und Zeitungen zu stöbern. Eine frühe Förderung z.B. der Lesekompetenz beeinflusst nachweislich den Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen. Der Zugang zu den Bibliotheken ist auch von der Nähe zum Wohnort abhängig. Der dringende Bedarf einer weiteren Zweigbibliothek etwa im halleschen Osten besteht aus unserer Sicht fort“, so Dr. Silke Burkert, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale), abschließend.

 

Hintergrund

Anfrage der SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale) zu Bibliotheken in Halle:

http://buergerinfo.halle.de/vo0050.asp?__kvonr=26180

 

Die SPD-Fraktion in der VII. Wahlperiode des Stadtrates von Halle (Saale) besteht aus fünf Stadträtinnen und Stadträten:

Dr. med. Silke Burkert, HNO-Ärztin in Halle, Stadträtin seit 2019

Eric Eigendorf, Jurist, Stadtrat seit 2014

Johannes Krause, im Ruhestand, bis 2021 Regionsgeschäftsführer DGB-Region Halle-Dessau, Stadtrat seit 1999

Kay Senius, Rentner, Stadtrat seit 2014

Sören Steinke, Qualitätsmanagementbeauftragter in der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung im Uniklinikum Halle, gelernter Brauer und Mälzer, Stadtrat seit 2020

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.