Veröffentlicht: 20.02.2017 unter Aktuelles, Amtsblatt

Sportpolitik: Hallesche Vereine im Fokus

Wer Sportpolitik betreibt, der hat meist nicht nur die Förderung des Sports im Blick. Sport hält gesund. Außerdem trägt er zur Ausprägung eines sozialen und toleranten Miteinanders bei und ist aufgrund dieser integrierenden Wirkung auch ein wichtiger Bestandteil der vorbeugenden Sozialpolitik. Die SPD-Fraktion ist sich dieser vielfältigen Vorteile einer funktionierenden Sportlandschaft in unserer Stadt bewusst. Daher haben wir bereits in den ersten zweieinhalb Jahren dieser Wahlperiode einen besonderen Fokus auf die Förderung unserer Sportlandschaft gelegt. Neben der Förderung von Veranstaltungen stand dabei vor allem die Unterstützung von Vereinen bei der Sanierung und dem Neubau von Sportstätten auf unserer Agenda.

Im Jahr 2017 beschäftigen sich Sportausschuss und Stadtrat nun mit einer weiteren wichtigen Säule der kommunalen Sportförderung – der Sportförderrichtlinie. Die Richtlinie ist in Halle vor allem die Grundlage für die finanzielle Unterstützung bei der Unterhaltung von Sportstätten und der Erstattung der Betriebskosten. Beide Kostenpunkte sind es, die bei den meisten Vereinen Jahr für Jahr die meisten Ausgaben verursachen. Die Überarbeitung der Richtlinie ist notwendig geworden, weil der Stadtrat bereits im Jahr 2016 mit dem Beschluss des Sportprogrammes wesentliche Neujustierungen vorgenommen hat. Nun sollen endlich alle Sportvereine, unabhängig davon, ob sie in einer städtischen oder einer privaten Sportstätte Sport treiben, gleichbehandelt werden.

Bei der Bewertung der neuen Förderrichtlinie hat die SPD-Fraktion den Fokus auf die Beteiligung der halleschen Sportvereine gelegt. In einer von unserer Fraktion durchgeführten Anhörung konnten Vereinsvertreter, die durch die jahrelange Arbeit mit der alten Förderrichtlinie zu Experten auf diesem Gebiet geworden sind, über ihre Erfahrungen, Probleme und Wünsche berichten. Die Veranstaltung zeigte, dass auch im überarbeiteten Entwurf der Verwaltung noch zahlreiche Stolpersteine auf dem Weg zu einer gerechten Sportförderung zu beseitigen sind. Da die Verwaltung die Anmerkungen der Vereine ernst genommen hat, wurde der Beschluss der Sportförderrichtlinie vorerst vertagt, um eine Überarbeitung zu ermöglichen.

Die SPD-Fraktion wird auch bei der Vorlage einer neuen Version der Richtlinie darauf achten, dass die Interessen der halleschen Sportvereine insbesondere in Bezug auf die Gleichbehandlung aller Vereine und die Würdigung des besonderen Aufwands der Unterhaltung von Freiluftsportstätten gewahrt werden.

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