Veröffentlicht: 07.12.2017 unter Aktuelles, Presse

SPD-Fraktion für einen PARK der OLYMPIASIEGE im Zentrum der Stadt

Stadtverwaltung muss bei der Standortwahl nachbessern

Der Sportausschuss hat in seiner heutigen Sitzung die Ehrung der halleschen Olympiasiegerinnen und Olympiasieger thematisiert. Die SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale) steht auch weiter dazu, dass die halleschen Olympiasiegerinnen und Olympiasieger eine Ehrung und Würdigung ihrer sportlichen Leistungen im öffentlichen Raum erfahren sollen.

„Der Stadtsportbund Halle (Saale) verfolgt seit Jahren das Ziel, die halleschen Olympiasiegerinnen und Olympiasieger zu ehren. Die SPD-Fraktion hat das Vorhaben, die herausragenden Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler zu würdigen, von Beginn an begrüßt und unterstützt. Bisher wurde aber kein Standort gefunden, der alle Kriterien zur Zufriedenheit erfüllt. Uns ist neben dem Bezug zum Sport besonders wichtig, dass der Standort der Ehrung im innerstädtischen Bereich liegt“, so Fabian Borggrefe, SPD-Stadtrat und Vorsitzender des Sportausschusses.

„Nicht nur die Hallenserinnen und Hallenser, sondern auch die vielen Gäste unserer Stadt sollen sehen, dass sich Halle zu Recht als Stadt des Sports begreift. Eine Ehrung der Olympiasiegerinnen und Olympiasieger muss damit definitiv im Zentrum der Stadt stattfinden. Wir haben deshalb die Stadtverwaltung aufgefordert, bei der Standortwahl nachzubessern. Ein möglicher Standort könnte die geplante Flaniermeile am Mühlgraben-Ufer sein. Der Standort ist zentrumsnah, nach der Sanierung lädt er zum Spazieren und Flanieren ein und es ist ausreichend Platz vorhanden. Zudem wird der Standort im Rahmen der Umsetzung des Wassertourismuskonzeptes von Wassersportlern frequentiert werden. Aus unserer Sicht lohnt es sich deshalb, den Robert-Franz-Ring/Mühlgraben als Standort für die Stelen zu überprüfen“, so Eric Eigendorf, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Hintergrund:

Die Stadt Halle (Saale) ist eine Stadt mit herausragender sportlicher Vergangenheit und Tradition. Seit 1904 haben hallesche Athletinnen und Athleten insgesamt 57 olympische Medaillen errungen, 14 von ihnen errangen dabei den Olympiasieg (Quelle: Stadtsportbund Halle). Nur wenige deutsche Städte können auf Vergleichbares zurückblicken. Solche Persönlichkeiten des Sports sind Vorbilder; deren Erfolge tragen zum nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad der Stadt Halle (Saale) bei.

Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung dieser sportlichen Höchstleistungen, verbunden mit einer positiven Imagebildung für Halle (Saale), möchte die Stadt Halle (Saale) ihre bisher 14 Olympiasiegerinnen und Olympiasieger für ihre Leistungen mit einer Ausstellung im öffentlichen Raum ehren:

  • Bernd Bransch – Olympiasieger 1976 in Montreal – Fußball
  • Rüdiger Reiche – Olympiasieger 1976 in Montreal im Doppelvierer – Rudern
  • Kornelia Grummt-Ender – vierfache Olympiasiegerin 1976 in Montreal über 100 m Freistil, 200 m Freistil, 100 m Schmetterling, 4×100 m Lagen – Schwimmen
  • Waldemar Cierpinski – Olympiasieger 1976 in Montreal sowie 1980 in Moskau im Marathon – Leichtathletik
  • Uwe Heppner – Olympiasieger 1980 in Moskau im Doppelvierer – Rudern
  • Martina Jäschke – Olympiasiegerin 1980 in Moskau vom 10 m-Turm – Wasserspringen
  • Falk Hoffmann – Olympiasieger 1980 in Moskau vom 10 m-Turm – Wasserspringen
  • Thomas Lange – Olympiasieger 1988 in Seoul sowie 1992 in Barcelona im Einer – Rudern
  • Roland Schröder – Olympiasieger 1988 in Seoul im Vierer ohne Steuermann – Rudern
  • Silke Renk – Olympiasiegerin 1992 in Barcelona im Speerwurf – Leichtathletik
  • Andreas Hajek – Olympiasieger 1992 in Barcelona sowie 1996 in Atlanta im Doppelvierer – Rudern
  • Ilke Wyludda – Olympiasiegerin 1996 in Atlanta im Diskuswurf – Leichtathletik
  • Jana Thieme – Olympiasiegerin 2000 in Sydney im Doppelzweier – Rudern
  • Julia Lier – Olympiasiegerin 2016 in Rio de Janeiro im Doppelvierer – Rudern

 

Standortsuche / Standortbewertung

Für die Ehrung der 14 halleschen Olympioniken an einem öffentlichen Platz hat die Verwaltung nachfolgende Standorte geprüft:

  1. Sportkomplex Robert-Koch-Straße
  2. Hafenbahntrasse
  3. Gasometer mit neuem Planetarium
  4. Grünfläche am Hansering
  5. Fassadengestaltung am oberen Boulevard
  6. Sporthalle Brandberge
  7. Hans-Dietrich-Genscher-Platz (Bahnhofsvorplatz)
  8. Riebeckplatz
  9. Am Grünen Winkel
  10. Park am Gesundbrunnenhaus

 

Die 10 Standorte wurden hinsichtlich ihrer Eignung nach folgenden 4 Kriterien bewertet.

  • Lage in der Stadt
  • Erweiterungsmöglichkeit
  • Eigentum
  • Bezug zum Sport

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