Veröffentlicht: 31.08.2016 unter Aktuelles, Amtsblatt

Integriertes Stadtentwicklungskonzept Halle 2025 (ISEK): Halles Zukunft auf 300 Seiten

Die Auseinandersetzung mit Konzepten ist eine dem Stadtrat vertraute Tätigkeit. Konzepte sollen Leitplanken des kommunalpolitischen Handelns sein, die Fahrtrichtung und zuletzt auch das Ziel vorgeben. Das Konzept, mit dem sich der Rat in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt hat, ist allerdings in vielerlei Hinsicht anders.

Schon in der Erarbeitung des Entwurfs unterscheidet sich das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) von den üblichen Konzepten: Während sonst die Verwaltung Verfasser eines ersten Entwurfs ist, waren es beim ISEK Menschen aus der Mitte unserer Stadt, die in Bürgerkonferenzen ihre Zukunftsideen für Halle zusammengetragen haben. Außerdem wurden in Workshops weitere Akteure angehört, die ihre Expertise in den unterschiedlichsten Bereichen eingebracht haben. So ist nach Sortierung, Ergänzung und redaktioneller Überarbeitung durch die Verwaltung ein Papier von mehr als 300 Seiten entstanden, das ein Bild von Halle im Jahr 2025 zeichnen soll.

Um die Lesbarkeit des wuchtigen Papiers zu verbessern, hat die Verwaltung unter Federführung des Beigeordneten für Stadtentwicklung und Umwelt, Uwe Stäglin, die Zukunftsvisionen in einen fachlichen und einen räumlichen Abschnitt unterteilt. Die Fachbeiträge umfassen nahezu jedes denkbare Themengebiet und so werden unter anderem Zukunftsziele in den Bereichen Bildung, Soziales und Wissenschaft ausgegeben, die in vielen Teilen erheblich visionärer und längerfristiger angelegt sind als die monatlichen Vorlagen im Stadtrat. Der räumliche Teil ist in vier Abschnitte sowie das Teilraumkonzept „Innere Stadt“ und das Kapitel „Stadt am Fluss“ unterteilt. Gerade letzteres hat bereits in den durchgeführten Bürgerkonferenzen für reichlich Diskussionsstoff, vor allem aber für spannende Visionen gesorgt. Darüber hinaus greift der räumliche Teil des ISEK auch die Frage auf, wohin sich der Stadtumbau in Neustadt, Heide-Nord und der Silberhöhe entwickeln soll.

Voraussichtlich im September-Stadtrat wird die öffentliche Auslegung dieser Zukunftsvisionen für Halle beschlossen. Dieser Beschluss ist wiederum nur ein Zwischenschritt. In den nächsten Monaten werden die bislang fixierten Entwicklungsperspektiven einem – wenn man so will – Realitätscheck der Bürgerinnen und Bürger unterzogen, bevor der Stadtrat endgültig entscheidet. Vor diesem Hintergrund rufen wir Sie auf: Bringen Sie sich in die anstehenden Diskussionen ein und gestalten Sie die Visionen für unsere Stadt mit!

Veröffentlicht im Amtsblatt der Stadt Halle (Saale) vom 31.08.2016, Ausgabe 14.

 

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